Genetik
"

Einleitung


Was ist eigentlich eine Mutation/Morphe?
Und wie macht man nun so eine Morphe/Mutation bzw. wie entsteht sie?

Einleitung
Wie war das noch gleich Het Granit x Het Granit ergibt wie viele Granit Teppichpythons? Und was sind eigentlich doppelt heterozygote Tiere? Co-dominant ist wenn- äh ja..........

 

Gute Kenntnisse über die Vererbung gewisser Merkmale sind in der Zucht von Farb- und Mustermutationen wichtig. Nicht nur um genau zu wissen, was man da eigentlich macht, sondern vor allem um seine persönlichen Ziele mit System zu planen. Ansonsten kann es schnell passieren, dass man ein gehöriges Sümmchen Geld in den Sand setzt, oder aber ein Ziel erst nach Jahren erreicht, obwohl es einen wesentlich einfacheren und schnelleren Weg gegeben hätte.

 

Wir haben in zahlreichen Gesprächen festgestellt, dass bei vielen Haltern von Reptilien zum Teil derbe Wissenslücken bezüglich dieser Thematik vorhanden sind. Immer wieder trat man an uns heran und fragte vor allem nach guten Quellen, um sich das nötige Wissen anzueignen. Diese sind leider überwiegend auf englischen Webseiten zu finden und somit für Viele nicht von großem Nutzen. Wir wollen diese Lücke schließen und hoffen, dass Sie genau die Information hier finden, nach der Sie schon so lange suchten.

 

Wir wollen die Dinge nicht noch komplizierter machen, als sie sind, sondern für jeden verständlich mit einfachen Worten erklären. Bewusst verzichten wir auf die Verwendung von Fachbegriffen, die höchstens studierten Biologen etwas sagen, zumindest, soweit dies Möglich ist. Um einige Fachbegriffe kommt man jedoch nicht herum, die wir aber auch ausführlich erklären. Machen Sie sich die Mühe alles in Ruhe zu lesen, notfalls auch mehrmals. Dieses Wissen ist für jeden zwingend erforderlich, der sich mit der Farbzucht von Reptilien beschäftigen möchte!

 


Was ist eigentlich eine Mutation/Morphe? 
Eine Mutation/Morphe, zumindest in der Welt der Farbzucht von Reptilien, definiert sich als ein vererbbares Merkmal, dass außerhalb der normalen Varianz von Farbe und Musterung einer Tierart steht. Sprich ein Tier, das anders als „normal“ aussieht, und dieses auch noch vererbt.
Damit sind also Mutationen ganz klar und einfach definiert und müssen IMMER(!) diese folgenden zwei Kriterien erfüllen:

 

1) Das Erscheinungsbild des Tieres muss sich immer signifikant von der natürlichen Bandbreite bezüglich Farbe und Muster des Wildtypes unterscheiden.
2) Dieses Erscheinungsbild muss vererbbar sein.

 

Leider wird die Zahl derer, die sich NICHT an diese Definition halten, hierzulande immer größer. Bestes Beispiel dürften all die Striped (gestreifte), Granite, Blackback, etc. Königspythons sein, die zu horrenden Preisen angeboten werden, aber eigentlich ganz normal sind.

1_288_jwDtQmrVPw.jpg

Pastel Königspython. Im Gegensatz zu so genannten High Yellows, Jungles oder ähnlichen Namenskreationen ist dies eine echte Mutation, die sich vererbt und auch noch weitaus schöner aussieht.

Nicht verschwiegen werden sollte, dass es natürlich sehr wohl genetische Striped oder Blackback Python regius gibt, die jedoch nicht das Geringste mit den hierzulande angebotenen Tieren zu tun haben. Äußerlich und erst recht genetisch!
Lassen Sie sich also nicht von vermeintlichen Schnäppchen blenden. In aller Regel bezahlt man viel zu viel und muss nach mehreren Jahren Pflege und Zucht feststellen, dass sich der Streifen leider doch nicht vererbt und man jahrelang mit einem sehr schönen, aber normalen(!) Tier gearbeitet hat. Das ist dann sicherlich ziemlich enttäuschend, wenn der Kollege, den man damals noch gefoppt hat, warum er denn so viel Geld für eine echte Morphe ausgegeben hat, mittlerweile eine schöne Gruppe dieser Tiere gezüchtet hat.
Verlassen Sie sich also auf die Fakten, in diesem Falle vor allem darauf, ob die Tiere aus einer überprüften Linie stammen, bei der die Vererbung bekannt ist!

Und wie macht man nun so eine Morphe/Mutation bzw. wie entsteht sie?
In aller Regel entstehen diese spontan durch Zufall. Häufig in freier Wildbahn, seltener in Menschenhand. Das ist reine Statistik. In freier Wildbahn werden jedes Jahr weit mehr Tiere einer Art geboren, als in Menschenhand. Die Chance, dass etwas Ungewöhnliches schlüpft, ist daher in Menschenhand viel geringer. Dennoch kommt auch dies in sehr seltenen Fällen vor. Bestes Beispiel sind die Teppichpythonmutationen, die alle spontan bei Züchtern entstanden sind.
Nahezu alle anderen Mutationen, egal ob bei Python regius, Boas oder Nattern stammen also aus freier Wildbahn. Diese Einzelexemplare gelangten dann in die Hände von Züchtern, die mit ihnen gezüchtet haben und dabei feststellten, dass sich die Merkmale vererben.
Die Märchen vom Gott-spielenden Wahnsinnigen, der mit der Röntgenkanone seinen Inkubator malträtiert gehört somit ins Reich der Fantasie.

g1.jpg
Monster, Mythen und Mutationen: Blick in den Babyraum eines Züchters, dem bei der gentechnischen Kreation einer neuen Mutation ein kleiner Unfall passierte…;-)

Neben den klassischen Farb- und Mustermutationen gibt es auch noch so genannte Designermutationen. Bei diesen werden zwei Fälle unterschieden:

 

1) Designer unter der Verwendung anderer Unterarten
Hierbei werden die Merkmale einer Mutation in eine neue Unterart eingekreuzt. Insbesondere bei Boas und Teppichpythons ist dies Gang und Gebe. So zum Beispiel auch im Falle unserer Designer Jaguars.

 

2) Designer durch Kombination mehrerer Mutationen
Hier werden die Merkmale zweier Mutationen kombiniert. Das bekannteste Beispiel dürften Snows sein. Bei diesen Tieren handelt es sich um die gleichzeitige Ausprägung von Albinismus und Axanthismus in ein und demselben Tier. Albinos fehlen bekanntlich alle schwarzen Pigmente. Andersherum ausgedrückt, ein Albino weist nur gelbe Pigmente auf. Axanthischen Tieren hingegen fehlen alle gelben Pigmente. Werden diese beiden Merkmale nun kombiniert, so bekommt man ein Tier, dass nur gelbe Pigmente aufweist (Albino), dass aber gleichzeitig keine gelben Pigment hat (Axanthisch). Folglich hat dieses Tier dann also gar keine Pigmente und ist schneeweiß (Snow).

1_282_9WwKWqOGfS.jpg
Irian Jaya Jaguar- eine Designer Morphe, die durch das Einkreuzen eines Merkmales in andere Unterarten entstand.

 


 

Dieser Bericht wurde uns freundlicherweise von den Verfassern Oliver Vaes und Sören Panse von Precision Reptiles zur Verfügung gestellt.
 


 

NEWS
 
13.03.2010
Neuzugang 1.0 Rademacher High Yellow Blue Line


14.02.2010
Neuzugang 1.0 Biak NZ08


25.10.2009
Neuzugang 0.0.1 Gläser von Markus Riehl


12.10.2009
Neuzugang 0.1 Biak-Supiori


11.10.2009
Projekt gestartet: Grenna Donna x Snowsun


21.09.09
Neues aus der Werkstatt!!
Menupunkt GENETIK hinzugefügt!!


06.09.09
Neues aus der Werkstatt!! Unterseite Technik;)


11.08.09
Neuzugang Euplepharis macularius
0.2 High Yellow het. Tremper Albino adult
0.1 Mack Snow

11.06.09
Zusammentreffen von
1.0 HY & 0.1 Biak

01.05.09
Neuzugang High Yellow Chondro:)
Bilder in der Galerie.........

Werbung
 
"
 

=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=